ReiseBilder | KulturTour | Berlin Kaléidoscope


Auf den Seiten dieser Rubrik finden Sie mittlerweile seit vielen Jahren - lediglich herausgepickt - einen Mix von Mitteilungen, Tipps und Berichten aus dem unüberschaubar gewordenen Veranstaltungsangebot der Stadt. Je nachdem zumeist in einer Vor- oder auch Rückschau auf unterschiedlichste kulturelle Offerten und Ereignisse.


Bendlerstraße | © Stadtmuseum Berlin

Die Verschwundene Stadt | Das alte Tiergartenviertels in Berlin von 1933 bis 1950

Einst wurde das Berliner Tiergartenviertel von Salons, Galerien und Vergnügungslokalen geprägt. Im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert waren hier Künstler, Schriftsteller und Diplomaten zu Hause. Damals prominent als „Geheimratsviertel“ zwischen Tiergarten und Landwehrkanal, fiel es in den 30er Jahren der Hybris von Albert Speers „Welthauptstadt Germania“ und schließlich dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Am heutigen Kulturforum sind neben wenigen anderen Gebäuden nur noch die St. Matthäus-Kirche geblieben.

Nach zwei Leseabenden zum Werden und zur Blüte des Viertels, richtet sich an einem dritten und letzten Abend der Blick auf sein Vergehen: den Abriss durch die Nationalsozialisten, den Ausverkauf, die Vertreibung seiner vielfach jüdischen Bewohner wie seine Zerstörung in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs.

Erfahren Sie mehr bei einer LESUNG mit Ilse Ritter, Sibylle Nägele, Inka Bach, Michael Wäser und Helmut Mooshammer am Freitag, 19. November 2021, 19.00 Uhr in der St. Matthäus-Kirche, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin-Tiergarten

Oder nehmen Sie an einer STADTFÜHRUNG am 21. November, 16.30 Uhr durch das verschwundene Viertel mit Fred Riedel und Alexander Darda, Stadthistoriker teil. Anmeldungen sind unter der Adresse info@stiftung-stmatthaeus.de möglich.



Deutsch-französisches Jugendsymphonieorchester vor Konzertbeginn | FotoCollage: © Elisabeth Heller

75 Jahre Frieden | Konzert für das junge Europa

Nach dem zweiten Weltkrieg standen sich Frankreich und Deutschland noch unversöhnlich gegenüber. Erst achtzehn Jahre später, am 22. Januar 1963, unterschrieben Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast den Vertrag über die deutsch- französische Zusammenarbeit. Diese Vereinbarung führte Frankreich und Deutschland wieder näher zueinander hin.

Den bis heute währenden Frieden feierte auch ein einzigartiges deutsch-französisches Jugendsymphonieorchester am 25. Oktober 2021 im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt: bestehend aus jungen Musiker*innen des regionalen Konservatoriums Versailles Grand Parc und dem Landesjugendorchester Berlin. Keine Selbstverständlichkeit. Umso größer darüber war die Freude, dass nach den herausfordernden Monaten der Pandemie solch’ ein künstlerisches Kooperationsprojekt zwischen beiden Ländern endlich realisiert werden konnte. Denn nicht nur die Reisebedingungen änderten sich im Laufe der Vorbereitungszeiten, auch die jeweils ganz unterschiedlich gelagerten Pandemie bedingten Vorschriften und Einschränkungen an den Konzertorten mussten ständig im Auge behalten werden.

„75 Jahre Frieden in Europa“ ein Konzert mit Werken von Ludwig van Beethoven, Charles Gounod, Lili Boulanger, Grazyna Bacewicz und Jean-Baptiste Robin. Musik zusätzlich "mit Licht gemalt" machte die Kernaussagen des Programms auf eine ganz besondere Weise noch erlebbarer. Und das Schöne daran war, dass die Jugendlichen eigene Ideen für Bildmotive und Farbgebung einbringen konnten.

Im Vorfeld der insgesamt vier Gemeinschaftskonzerte gab es außerdem auch schon generationenübergreifende Gespräche. Dokumentiert und nachzulesen sind diese unter „75 Jahre Frieden – wie wir Europäer wurden“

Weiterführende Weblinks: Landesmusikrat Berlin e.V. | 200 Jahre Konzerthaus | Kopffarben - Lichtmalerei

KOPFFARBEN mit dem Orchester des Konservatoriums Versailles-Grand Parc und dem Landesjugendorchester Berlin | Dirigent: Michaël Cousteau


Trailer zu Kandinskys "Über die Mauer"

Wassily Kandinsky: Über die Mauer

Die Regisseurin und Choreografin Arila Siegert unternimmt mit der Künstlergruppe Violett erstmals die szenische Realisierung von Wassily Kandinskys Bühnenkomposition "Über die Mauer" von 1913/14. Die Inszenierung entstand im Rahmen des Akademie-Schwerpunktes „Arbeit am Gedächtnis – Transforming Archives“ als Koproduktion der Akademie der Künste mit dem Anhaltischen Theater Dessau und der Stiftung Bauhaus Dessau.

"Über die Mauer" ist die spielerische Auseinandersetzung Wassily Kandinskys mit seiner Theorie des Gesamtkunstwerks. Seit etwa 1908 beschäftigte er sich damit und dachte sie als gleichberechtigtes Zusammenspiel der verschiedenen Künste ohne deren Verschmelzung. In "Über die Mauer" erweiterte er seine Überlegungen um eine wichtige Komponente: den Betrachter, den Zuhörer. In Form eines über die Kunst hinausgehenden, fiktiven Dialogs zwischen Künstler*innen und Rezipient*innen fordert er Letztere zu genauem Hinhören und Hinsehen auf; offen, empathisch und neugierig sollten sie sein, die „Seele“ aus den sie umgebenden Mauern befreien.

In ihrer Auseinandersetzung mit Kandinsky geht es Arila Siegert darum, einen experimentellen Raum zu öffnen, in dem die Beteiligten aus sich frei entfaltender Sinneswahrnehmung zu einer gemeinsamen Form finden. Nach "Der gelbe Klang" und "Violett" ist "Über die Mauer" Siegerts dritte Inszenierung einer seiner Bühnenkompositionen; beide entstanden am Anhaltischen Theater Dessau. Die Künstlergruppe "Violett" mit Künstler*innen aus Theater, Musik, Bildender Kunst und Tanz ist als freie Formation aus dieser Arbeit hervorgegangen. Uraufführung Anfang Oktober in der Akademie der Künste sowie Anfang Dezember im Anhaltischen Theater Dessau




Augmented-Berlin-App | © Kulturprojekte Berlin und Stadtmuseum Berlin | Die „Augmented-Berlin-App“ gibt es kostenlos im Apple App Store sowie im Google Play Store.

BERLIN GLOBAL | Koproduktion zwischen Kulturprojekte und Stadtmuseum Berlin

Seit dem 20. Juli 2021 können Besucher*innen der Berlin Ausstellung BERLIN GLOBAL im Humboldt Forum die Verbindungen zwischen Berlin und der Welt entdecken. Auf den 4.000 m2, die BERLIN GLOBAL in der ersten Etage des Humboldt Forums bespielt, geht es um Fragen wie: Was ging und geht von Berlin in die Welt? Was wirkte in die Stadt zurück? Und wie wollen wir sie gestalten?

In sieben Themenräumen sind ausgewählte Aspekte durch atmosphärische Inszenierungen erlebbar: Revolution, Freiraum, Grenzen, Vergnügen, Krieg, Mode und Verflechtung.

In BERLIN GLOBAL sind die Besucher*innen eingeladen, sich eine eigene Meinung zu bilden und aktiv zu werden. Auf dem Rundgang verbinden sie sich durch ein Chip-Armband mit der Ausstellung und können an interaktiven Formaten teilnehmen, am „Rad der Geschichte“ drehen und Revolutionen erleben, Stadtgerüche erschnuppern, zwischen verschiedenen Aussagen entscheiden und Position beziehen. Besucher*innen von BERLIN GLOBAL werden angeregt, sich kritisch mit den Inhalten der Themenräume von Revolution über Mode bis Krieg auseinanderzusetzen und in den Austausch zu treten.

Tauchen Sie ein in das virtuelle 360°-Experience „Weltdenken“ der Urban-Art-Künstler How and Nosm:

Bildlink zu "360° Weltdenken" | BERLIN GLOBAL| How&Nosm | © Kulturprojekte Berlin | Foto: Alexander Schippel




Johanna Pichlmair | © Tam Lan Truong | Quelle

Serenadenkonzert im Jagdschloss Grunewald

Seit dem Gründungsjahr 1997 ist die Kammerphilharmonie Amadé unter der Leitung von Frieder Obstfeld Treffpunkt für hochqualifizierte junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Europa. Mittlerweile hat sich das Ensemble mit nationalen und internationalen Gastspielen und in Zusammenarbeit mit vielen renommierten Solisten den Ruf eines der führenden Kammerorchester in Deutschland erworben.

Erinnert sei in dem Zusammenhang auch an das beeindruckende Konzert mit Emmanuel Tjeknavorian zusammen mit Amadé in der Berliner Sophienkirche 2019. Zwei Jahre später tritt am 21. August 2021 die österreichische Geigerin Johanna Pichlmair mit der Kammerphilharmonie draußen vor der einzigartigen Kulisse des Jagdschloss Grunewald auf. U. a. spielt sie Franz Schuberts selten zu hörendes Konzertrondo für Violine und Streicher. Passend zu einem OpenAir-Konzert entlässt die Kammerphilharmonie Amadé das Publikum in den Abend mit Mozarts unvergänglicher, wahrhaft unvergleichlichen „Kleinen Nachtmusik“.

Weitere Details zum Konzert | Websites: Kammerphilharonie Amadé | Geigerin Johanna Pichlmair | Jagdschloss Grunewald | Emmanuel Tjeknavorian



Am 13. August 2021 jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 60. Mal. Anlässlich dieses historischen Jahrestages hat das Deutsche Rundfunkarchiv ein umfangreiches Web-Spezial mit Nachrichtenvideos, Produktionsfotos und Hörfunkmitschnitten u. a. m. online gestellt: DRA | SPEZIAL MAUERBAU 1961




"Don't Try This at Home"

Seit Sommer 2020 sind die Künstler*innen der Treptow-Ateliers e.V. in einer provisorischen Unterkunft in den Rathenau-Hallen in Oberschöneweide, einem historischen, von der AEG erbauten Fabrikkomplex, beheimatet. Zu ihnen gehört u. a. auch der gebürtige Italiener Sabatino Cersosimo. Zu ersten cre-aktiven Begegnungen mit dem seit 2011 in Berlin lebenden Künstler kam es im ArtFunkhaus Berlin ein Jahr später. Sowohl auf der eigenen Website, aber auch auf der Online-Kunstplattform Gallerease beschreibt Sabatino Cersosimo seine künstlerische Arbeit. Ganz direkt zu sehen ist diese u. a. im Rahmen einer Gruppenausstellung ab 23. Juli 2021 in Oberschöneweide. Details | Verein Treptow Ateliers e.V.




„Ich trank ein Glas der Liebe nach dem anderen. Das Getränk versiegte nicht, noch wurde mein Durst gestillt" Junayd

Das Museum für Islamische Kunst in Berlin gehört nach dem Museum für Islamische Kunst in Kairo zu den bedeutendsten und ältesten Sammlungen seiner Art überhaupt. Dabei stellt es nicht nur vielfältige Werke islamischer Kunst im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel Berlin aus, sondern begreift sich überdies als eine der führenden Forschungseinrichtungen auf ihrem Gebiet. Es engagiert sich in den Bereichen Restaurierung, Kulturerbeschutz in den Herkunftsländern, internationaler Kulturaustausch und Bildung.

Vom Juli bis Oktober 2021 lädt das Museum für Islamische Kunst auch zum Anschauen zeitgenössischer Schrift-Kunst von Hassan Massoudy ein. Unter der Überschrift „Raum für alle hat die Erde“ sind geschriebene, gezeichnete und gemalte übergroße Buchstaben in leuchtende Farben zu bewundern. Es sind visuell beeindruckende Werke eines Künstlers, die dessen Version der Welt widerspiegeln. Eine Welt, wie er sie sich wünschen würde: friedlich, harmonisch und tolerant. Zu sehen sind Bilder mit traditionellen arabischen Schriften in einen jeweils zeitgenössischen Kontext. Lesen Sie bitte weiter ...




Das Deutsche Historische Museum in Berlin ist Deutschlands nationales Geschichtsmuseum und ein Ort lebendiger Vermittlung und Diskussion von Geschichte. Eine der aktuellen Ausstellungen "documenta. Politik und Kunst" zeigt die Geschichte der ersten bis zehnten documenta im Kontext der politischen, kultur- und gesellschaftsgeschichtlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland zwischen den Jahren 1955 und 1997. Zu sehen sind Kunstwerke, Filme, Dokumente, Plakate, Zeitzeugen-Interviews und andere kulturhistorische Originalzeugnisse, die die documenta als Kunstereignis und zugleich als historischen Ort politisch-sozialen Wandel kommentiert, einfordert und widerspiegelt. So in berühmten documenta-Exponaten von Max Beckmann, Willi Baumeister, Joseph Beuys, den Guerrilla Girls, Hans Haacke, Séraphine Louis, Emy Roeder, Andy Warhol, Fritz Winter und Wolfgang Mattheuer.

Von ihm wird auch ein Gemälde gezeigt, welches Fragen nach der damaligen Lebenswirklichkeit in der DDR aufwirft.

Wolfgang Mattheuer: “Horizont” (1927 - 2004) | Öl auf Hartfaserplatte | Staatliche Museen zu Berlin, Neue Nationalgalerie | © E. Heller

Von Anfang an wurde die documenta als westdeutsches Großevent in „Zonennähe“ als Bollwerk gegen den Ostblock inszeniert. Die staatliche Durchsetzung des sozialistischen Realismus hinter dem „Eisernen Vorhang“ lieferte dafür das Argument. Der künstlerischen Freiheit des Westens wurde die Unfreiheit der Kunst im Osten entgegengesetzt. Dies führte dazu, dass die Künstler*innen aus osteuropäischen Ländern und der DDR eine untergeordnete Stimme auf der documenta erhielten. Denn ausgestellt wurde nur, wer in den Westen emigriert war oder stilistisch den westlichen Vorstellungen entsprach.

Mit der neuen Ostpolitik unter Willy Brandt änderte sich das. 1972 bemühte sich Harald Szeemann - allerdings erfolglos - chinesische und russische Kunst auf der documenta 5 zu zeigen. Erst Manfred Schneckenburger gelang es 1977 sechs Vertreter des sozialistischen Realismus aus der DDR auf der documenta 6 auszustellen. Das Ereignis blieb einmalig. Bis in die 1990er Jahre herrschte die Vorstellung, dass nur im freien Westen „gute“ Kunst möglich sei. Gedankenauszüge aus einem der Ausstellungstexte

Weitere interessante Details zur bis Januar 2022 weilenden Ausstellung im Pei-Bau auf der Website des DHM sowie in Beiträgen, die mindest noch bis 2022 noch im Netz abrufbar sind: DHM Berlin + Booklet-Download | Blog DHM | ttt ARD | ZDF | Süddeutsche



„Der Freischütz“ – Neuinszenierung von La Fura dels Baus | © Konzerthaus Berlin

­Carl Maria von Weber „Der Freischütz“ - Romantische Oper in drei Aufzügen | Libretto: Friedrich Kind

Einen besonderen musikalischen Kinoabend beschert das Konzerthaus Berlin seinem Publikum am 18. Juni 2021 ab 19.00 Uhr – nicht nur auf ARTE Concert, sondern auch live auf dem Gendarmenmarkt in Berlin.

In 250 Kreisen mit jeweils zwei Stühlen können bis zu 500 Menschen direkt auf dem Gendarmenmarkt die Live-Übertragung von Webers „Freischütz“ aus dem Großen Saal miterleben. Jeweils eine LED-Wand links und rechts der Freitreppe des Konzerthauses Berlin und der immersive Klang eines Highend-Lautsprechersystems sorgen für erstklassige Bild- und Tonqualität in der Sommernacht.

Verantwortlich für die Jubiläumsinszenierung, die auf den Tag genau 200 Jahre nach der Uraufführung der romantischen Oper am selben Ort über die Bühne geht, ist die für ihre avantgardistischen Operninszenierungen gefeierte katalanische Theatergruppe La Fura dels Baus. Mit ihr wandert man tief in den deutschen Wald und die deutsche Seele.

Chefdirigent Christoph Eschenbach leitet das Konzerthausorchester Berlin, unter den renommierten Solist*innen ist Artist in Residence Anna Prohaska in der Rolle des Ännchen. || Details zu 200 Jahre „FREISCHÜTZ“




Kunst als Erlebnis | „Van Gogh – The Immersive Experience“ | April - August 2021

Diese Ausstellung ist ein völlig neu konzipiertes Multimedia-Spektakel, das auf noch nie zuvor gesehene Art und Weise die weltberühmten Kunstwerke des niederländischen Malers Vincent van Gogh (1853 – 1890) präsentiert: „Van Gogh – The Immersive Experience“. Die Gemälde des Künstlers werden mit Hilfe von aufwendigen Lichtinstallationen und Projektionen mehrfach vergrößert und an den Wänden der Präsentationsräume zum Leben erweckt. Meisterhafte Kunst trifft auf modernste Technik – eine Symbiose, die Van Goghs Genialität in ein neues Zeitalter tragen und unvergessen machen wird.

Details auf der Ausstellungswebsite | Sreenshotlink :




Wiedereröffnung ausgewählter Berliner Museen ab 16. März 2021

Nach Corona bedingter Schließzeit öffnen am Dienstag, 16. März 2021, voraussichtlich wieder die Alte Nationalgalerie, die James-Simon-Galerie, das Neue Museum, das Pergamonmuseum und das Panorama auf der Museumsinsel Berlin sowie das Museum Europäischer Kulturen am Museumsstandort Dahlem. Angedacht ist, dass weitere Museen am 1. April 2021 folgen werden. Die dafür nötigen Zeitfenster-Tickets sind ausschließlich online buchbar unter: www.smb.museum/tickets

Zwei geteilte Videos von neun weiteren aus der Reihe "Allein im Museum" stimmen ein auf baldige "Wieder-vor-Ort"-Museumsbesuche:

Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte, nimmt uns vorerst in einem Video mit auf eine Entdeckungstour durch die Ur- und Frühgeschichte in Berlin-Brandenburg. Angefangen vom Höhlenlöwen der Altsteinzeit vom Berliner Alexanderplatz bis hin zu den goldenen Stiefelsporen aus dem Burgwall von Spandau. | Museum für Vor- und Frühgeschichte

Stefan Weber, Direktor des Museums für Islamische Kunst im Pergamonmuseum, lädt ebenfalls ein zu einer Entdeckungstour. Beispielsweise hin zur Mauerfassade des Wüstenschlosses Mschatta aus Jordanien, zur Kuppel des Alhambra-Palastes aus Granada, zu einer Wohnhaus-Nische aus Damaskus, einem der schönsten Koranständer u. u. u. | Museum für Islamische Kunst




Mit "armadafilm Tom Franke" geteilter YouTube-Film

Sommer 2020. Die Corona-Krise trifft auch Kulturschaffende in Berlin massiv. Auftrittsorte werden flächendeckend geschlossen. Veranstaltungen und Tourneen deutschlandweit abgesagt. Ein wirtschaftliches Desaster für die Betroffenen zeichnet sich ab. Wie ein Schleier liegt der Shutdown über der Kulturlandschaft. Künstler ringen um ihre Existenz. Der Musiker Mark Chaet und der Filmmacher Tom Franke sind ebenso von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Im Sommer 2020 führen sie umfangreiche Interviews mit befreundeten Kulturschaffenden in Berlin durch. So entstand ein besonderes Zeitdokument, was auch heute, ein Jahr nach dem ersten Shutdown, nur wenig von seiner Aktualität verloren hat.




Dank des vielfältigen Online-Angebots lassen sich 15 Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin rund um die Uhr erschließen. Zudem können viele der Museen in virtuellen Rundgängen auch außerhalb der Öffnungszeiten erkundet werden. Außerdem gibt es auf der Website www.smb.museum, in der Online-Datenbank SMB-digital und auf Museum and the City, dem Blog der Staatlichen Museen zu Berlin, eine Vielzahl von Objekten und Geschichten zu entdecken. Das Online-Angebot wird kontinuierlich weiterentwickelt und um spannende neue Inhalte ergänzt. Zu den Online-Angeboten der Staatlichen Museen zu Berlin




Matthäikirchplatz 1946 | © Landesarchiv

Die verschwundene Stadt - Rekonstruktion des alten Tiergartenviertels

Heute erinnert fast nichts mehr an das einstige Berliner Tiergartenviertel mit seinen Salons, Galerien und Vergnügungslokalen. Im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert waren hier Künstler, Schriftsteller und Diplomaten zu Hause. Damals prominent als "Geheimratsviertel" zwischen Tiergarten und Landwehrkanal, fiel es in den 30er Jahren der Hybris von Albert Speers "Welthauptstadt Germania" und schließlich dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Am heutigen Kulturforum sind neben wenigen anderen Gebäuden nur noch die St. Matthäus-Kirche geblieben. Und dabei hat sich in diesem Viertel die Geschichte Berlins wie in einem Mikrokosmos abgezeichnet.

Die Stiftung St. Matthäus lädt ein in die Matthäus-Kirche. Diesmal geht es um die Jahre 1933 bis 1950, um den Rückbau durch die Nationalsozialisten, den Ausverkauf, die Vertreibung seiner vielfach jüdischen Bewohner wie seine Zerstörung in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs.

Vorerst ABGESAGT: Am 20. 11.2020 tragen Angela Winkler, Sibylle Nägele, Inka Bach und Helmut Mooshammer Originaltexte und Lieder der Zeit in der St. Matthäus-Kirche vor. Details zur und Anmeldung für diese kostenfreie Abendveranstaltung per Mail: info@stiftung-stmatthaeus.de




© Museumsstiftung Post und Telekommunikation

Wolfgang Martin, ehemaliger Musikredakteur und Moderator im DDR-Rundfunk erzählt in seinem Buch davon "Wie die Westmusik ins Radio kam" . Wie aber kam die Musik einst überhaupt ins Radio? Darüber und über so vieles andere mehr gibt eine Ausstellung im Berliner Museum für Kommunikation Auskunft:

ON AIR. 100 Jahre Radio

Zwei Tage vor Weihnachten ertönt „Stille Nacht, heilige Nacht“ im Radio, intoniert von Klarinette, Harmonium, Streichinstrumenten und Klavier. Was heutzutage nichts Besonderes mehr ist, war vor rund 100 Jahren eine Sensation: Am 22. Dezember 1920 spielten Reichspostmitarbeitende der Hauptfunkstelle Königs Wusterhausen bei Berlin ein historisches Weihnachtskonzert – die erste öffentliche Rundfunkaussendung in Deutschland. Im Bild: Musizierende Mitarbeitende der Hauptfunkstelle Königs Wusterhausen

Drei ergänzende HörTipps aus dem Radio im Jahr 2020 von Johannes Fischer | RBB, Gerd Brendel | ARD Audiothek und Joachim Dresdner | MDR




Von Luther zu Twitter. Medien und politische Öffentlichkeit

Medien sind die Voraussetzung dafür, dass Menschen öffentlich über die Gestaltung ihres Zusammenlebens kommunizieren können. Neue Medien können dazu führen, dass sich neue Formen politischer Öffentlichkeit ausbilden.

Das zeigt etwa die Geschichte der Erfindung des Buchdrucks: So wurden im Zuge der Reformation im 16. Jahrhundert religiöse und politische Auseinandersetzungen mithilfe tausender Druckschriften geführt.

Zweihundert Jahre später wurde die Forderung nach Öffentlichkeit zentraler politischer Entscheidungen Leitmotiv der Aufklärung.

Die Ausstellung zeigt anhand von Beispielen vom Buchdruck bis zum Internet Zusammenhänge zwischen neuen Medientechnologien und politischer Öffentlichkeit. Nach einer technologischen Innovation vergeht meist eine gewisse Zeit, bis politische Akteure auf den Plan treten, welche die Macht und die Möglichkeiten des neuen Mediums erkennen und einsetzen.

Dieses Prinzip gilt für die Druckschriften Martin Luthers ebenso wie für die Pressepolitik Otto von Bismarcks und für die Nutzung des Radios durch Joseph Goebbels. John F. Kennedy erkannte die politische Bedeutung des Fernsehens und Donald Trump ist der erste Politiker, der seine Macht stark über Twitter ausübt.

Details zur Ausstellung im DHM Berlin - Laufzeit: 10. September 2020 bis 11. April 2021 || Austellungsflyer - Download || Beiträge zur Ausstellung im Netz: SWR 2 | DW | hr iNFO| Video: Luther und Medien ||| Von Luther zu Twitter | Raumtext-Ausschnitte




100 Jahre Groß-Berlin im Märkischen Museum

Das Märkische Museum startet nach der Corona-bedingten Schließung mit der neuen, zentralen Sonderausstellung zum 100-jährigen Jubiläum der Gründung Groß-Berlins: „Chaos & Aufbruch – Berlin 1920|2020“.

Mit Blick auf die Vergangenheit und die Gegenwart der Stadt geht sie der Frage nach, wie aus einem chaotischen Umbruch ein konstruktiver Aufbruch gestaltet werden kann: Wie kann Großstadt gelingen?

Eine historische und eine aktuelle Zeitebene laden in der Ausstellung zu einer Entdeckungsreise ein, die von den Problemen der Stadt bis zu Lösungsansätzen und deren Zukunftspotential führt. Auf zwei Etagen geht es um Wohnen, Verkehr, Erholung, Verwaltung, um die Anbindung an das Umland und um Zugehörigkeit.

Um dem Kerngedanken von Groß-Berlin – der Vielfalt der Bezirke, die sich zur Großstadt zusammengeschlossen haben – Ausdruck zu verleihen, hat das Stadtmuseum Berlin die 12 Bezirksmuseen eingeladen, sich mit je einem dezentralen Ausstellungsprojekt zu beteiligen. Das Ergebnis ist das Kooperationsprojekt Großes B – dreizehnmal Stadt.

In der Großen Halle des Märkischen Museum wird in einer faszinierenden räumlichen Gestaltung das breite Ausstellungsangebot der beteiligten Institutionen vorgestellt. Ein gemeinsam entwickeltes Online-Portal 1000 Berlin bietet darüber hinaus einen nachhaltigen Einblick in eines der wichtigsten Kapitel der Berliner Stadtgeschichte. Zwei Ausstellungstexte:

Prolog

Vor hundert Jahren wurde Berlin als Metropole geboren. Durch die Eingemeindung benachbarter, zuvor selbstständiger Städte und Gemeinden verdoppelte sich 1920 über Nacht die Einwohnerzahl – die flächenmäßig zweitgrößte Stadt der Welt entstand. Mit ihrer ausgleichenden Politik für alle startete die junge Kommune das Experiment einer sozialen Metropole der Moderne. In vielen öffentlichen Bereichen gelangen Fortschritte, die bis heute beeindrucken und zu den Grundlagen der städtischen Infrastruktur zählen. Eine Beschäftigung mit dem großen Reformwerk von 1920 kann aktuelle Impulse geben. Mit Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Berlins geht die Ausstellung der Frage nach, wie aus einer chaotischen Umbruchsituation ein konstruktiver Aufbruch entsteht: Wie kann Großstadt gelingen?

Epilog 2020

„Berlin, Du kannst so schön schrecklich sein ...“ singt Peter Fox. In Deutschlands geliebter wie gehasster Metropole zeigen sich Problemfelder seit jeher besonders offen. Die Stadt verändert sich rasant und vielfach chaotisch. Gleichzeitig besitzt sie wie kaum eine andere die historische Erfahrung von Krise und Wandel – Berlin ist Aufbruch! Der Blick in die Vergangenheit zeigt dabei nicht nur, was in einer wachsenden Metropole problematisch ist, sondern auch, welche positiven Entwicklungen gestaltbar sind. Die entscheidenden Weichen für die Zukunft Berlins werden jetzt gestellt. Geben wir der Stadt neue Impulse!

Die Publikation zur Ausstellung als Gratis-Download: Metropole Berlin | Traum und Realität 1920 | 2020 || Video zur Eröffnungsausstellung mit vielfältigen Einblicken in die Sonderausstellung

Passend dazu zeigt eine Sonderausstellung im Museum Nikolaikirche künstlerische Perspektiven auf die Geschichte und Gegenwart Berlins. Zehn hier lebende deutsche und internationale Künstlerinnen und Künstler nahmen dafür Entwicklungen und Debatten der Stadt in den Blick und erarbeiteten jeweils ein neues, großformatiges Bild.

Details | Programmheft zur Sonderausstellung ||| Künstler*innenGalerie

100 Jahre Groß-Berlin feiert auch das Fernsehen des rbb mit einem Stadtspaziergang, den es so noch nicht gegeben hat. In insgesamt vier Folgen und dem großen rbb-Kiez-Tag am Jahresende geht es in alle Himmelsrichtungen Berlins, quer durch die Kieze – von Alt-Tegel im Norden zum Tempelhofer Hafen im Süden Berlins, von Siemensstadt im Westen nach Alt-Hohenschönhausen im Osten, vom Alexanderplatz in Mitte ins Märchenviertel nach Köpenick, vom dörflichen Lübars zum idyllischen Orankesee in Hohenschönhausen:

DIE TOP 100 DER DER SCHÖNSTEN BERLINER KIEZE




„Schreiben Sie uns, wo immer Sie sind, was immer Sie auf dem Herzen haben“.

Mit diesen Worten lud die BBC-Radiosendung Briefe ohne Unterschrift von 1949 bis 1974 Hörer*innen in der DDR zum Briefeschreiben ein. In dem in deutscher Sprache ausgestrahlten Programm wurden jeden Freitagabend ausgewählte Briefe vorgelesen. Sie boten direkte Einblicke in den Alltag der DDR-Bürger*innen, ihre Nöte und Sorgen, aber auch ihre Meinungen zu politischen und gesellschaftlichen Ereignissen. Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR stufte die Sendung als Hetzsendung ein und versuchte –teils mit Erfolg –, die Verfasser*innen zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen. Über die Jahre entwickelte sich Briefe ohne Unterschrift zu einer brisanten und emotional aufgeladenen Radiosendung im Propagandakrieg der deutschen Teilung.

Die Ausstellung Briefe ohne Unterschrift. DDR-Geschichte(n) auf BBC Radio, die das Museum für Kommunikation Berlin noch bis Januar 2021 präsentiert, beschreibt die Stationen der Briefe und erzählt die Geschichten, die damit verknüpft sind. Exklusive Interviews mit Briefeschreiber*innen und Sendungsmacher*innen zeigen persönliche Schicksale. Erstmals werden Tonbandmitschnitte, die das MfS von der Sendung angefertigt hat, zusammen mit den jeweiligen Originalbriefen aus dem Archiv der BBC präsentiert.

Wo und mit welchen Mitteln sich heute Menschen weltweit für politische und gesellschaftliche Teilhabe sowie freie Meinungsäußerung einsetzen, wird am Beispiel aktueller Aktivist*innen deutlich. In einem Umfragetool können die Besucher*innen ihre persönliche Meinung zu der Frage „Wie frei fühle ich mich in meinen Äußerungen?“ reflektieren. Zur Sonderausstellung "Briefe ohne Unterschrift" - u.a. mit eingelesenen Briefen aus den Jahren 1955-1973 und Interviews:




Foto: Pedro Becerra

"Wir sind Denkmal"

Das Landesdenkmalamt Berlin stellte am 31. August 2020 den Friedrichstadt-Palast Berlin aufgrund seiner geschichtlichen, künstlerischen sowie städtebaulichen Bedeutung unter Denkmalschutz. Weiterlesen ...

Im Vorfeld erinnerte sich der Intendant des Friedrichstadt-Palastes Berlin, Dr. Berndt Schmidt (i.B.), an eine Spielzeit, die alles andere als normal, stattdessen sehr außergewöhnlich in vielerlei Hinsicht war. Denn seit März 2020 war und ist alles anders, da die Coronakrise 2020 den Spielbetrieb auch in diesem Haus zum Stillstand brachte. Die Dernière vom 11. Juli wurde verschoben und die VIVID Grand Show wird ihren großen Abschied im nächsten Jahr bekommen. Auch ist die Premiere der neuen Produktion für Herbst 2021 geplant. Doch jede Spielzeit - so auch die von 2019 | 2020 - verdient zumindest eine „letzte Vorstellung“. Der Friedrichstadt-Palast Berlin wird frisch saniert mit neuer Lüftungsanlage ab 2. Januar 2021 seine Gäste wieder begrüßen!

Feierliche Unterschutzstellung: Friedrichstadt-Palast Berlin wird Denkmal

1919-2019 | Ein Jahrhundert Palast | Friedrichstadt-Palast Berlin | Jubiläumsfeier







Konzerthausorchester Berlin | © Marco Borggreve

Konzerthaus zu? Konzerte auf dem Schulhof!

Das kulturelle Leben der Stadt Berlin scheint durch die Coronakrise seit Monaten stillzustehen. Nichtdestotrotz wachsen Initiativen, die die Kunst und Kultur nicht mehr nur allein digital in die Wohnzimmer bringen wollen.

Orchestermitglieder haben inzwischen für die Kinderseite des Konzerthauses zahlreiche Inhalte produziert. Zusätzlich aber nutzen sie auch die Möglichkeit, zwischen dem 10. und 24. Juni an Berliner Schulen kleine Konzerte zu geben, die auf das jeweilige junge Publikum abgestimmt sind. Angepasst an Abstands- und Hygienevorschriften, im Freien, in Aula oder Turnhalle musizieren sie zwölf Mal für Kinder von der 1. bis 7. Klasse: MachMitMusik





CARMEN ohne Publikum | 12.03.2020 | © Peter Adamik

In einer Zeit, in der Corona die Welt in Griff zu haben scheint, wird Georges Bizets "Carmen" zur "Geistervorstellung" vor leeren Rängen und erreicht dennoch weltweit über 160.000 Zuschauer*innen.

Aus der Pressemeldung der Staatsoper Unter den Linden vom 13.März 2020: Oper nach Hause zu den Menschen zu bringen, wenn sie nicht zu uns in die Staatsoper Unter den Linden kommen können – mit dieser Motivation wurde die ursprünglich für den gestrigen Donnerstag vorgesehene ausverkaufte Vorstellung von Bizets CARMEN unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim als „Geistervorstellung“ ohne Publikum im Saal aufgeführt und in Kooperation mit unserem Partner rbb für die Öffentlichkeit zugänglich und erlebbar gemacht.

Die Oper wurde auf den Websites, Facebookseiten, Youtube-Kanälen der Staatsoper und des rbb live und kostenlos gestreamt sowie bei der ARD Mediathek gezeigt und bei rbbKultur im Radio gesendet. Der Stream erreichte dabei über 160.000 Views mit Zuschauerinnen und Zuschauern aus der ganzen Welt, neben Deutschland u. a. auch aus Ägypten, Äthiopien, Albanien, Argentinien, Armenien, Australien, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Chile, China, Costa Rica, Dänemark, Ecuador, El Salvador, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Ghana, Griechenland, Großbritannien, Hong Kong, Indien, Indonesien, Irland, Island, Israel, Italien, Japan, Kanada, Katar, Kirgisistan, Kolumbien, Kroatien, Lettland, Libanon, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Maurizius, Mazedonien, Mexiko, Monaco, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Panama, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Schweiz, Serbien, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Sri Lanka, Südafrika, Südkorea, Taiwan, Thailand, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, Ungarn, USA, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam, Weißrussland und Zypern.

Staatsoper Unter den Linden | Programmheft || Online-Spielplan ab 17. März 2020 - kostenlos




Momentaufnahme: Elisabeth Heller

Kaleidoskop der Künste

2008 berichtet der cre-aktiv-Autor Ronald Keusch von einem besonderen Ort, an dem Swarowski 1995 anlässlich des hundertjährigen Firmenjubiläums eine Märchenwelt aus Kristall baute. Für das Konzept engagierte damals das Weltunternehmen den Multimedia-Künstler Andrè Heller | cre-aktiv-Archiv

Ein Vierteljahrhundert später inszeniert erstmals der vielseitige Künstler eine Komödie in drei Aufzügen mit Musik von Richard Strauss und Text von Hugo von Hofmannsthal:

Der Rosenkavalier | Staatsoper Berlin

Im Fantasie-Wien spiegelt sich nicht nur das 18. Jahrhundert, sondern erst recht die dem Ende zusteuernde Belle Époque. Und kaum jemand kennt die Atmosphäre von Hofmannsthals »Rosenkavalier«-Wien besser und kann sich intensiver in sie hineinversetzen als der österreichische Multimediakünstler André Heller, der mit dieser Produktion seine erste große Oper erarbeitet | Mitarbeit Regie: Wolfgang Schilly. Das Bühnenbild entwirft die international gefeierte Malerin Xenia Hausner. Die Kostüme stammen von Mode-Shootingstar Arthur Arbesser. Die opulente Ausstattung ist inspiriert von Belle Époque und Jugendstil. Es spielt die Staatskapelle Berlin unter der musikalischen Leitung ihres Ehrendirigenten Zubin Mehta. Als Feldmarschallin ist Camilla Nylund zu erleben, die Partie des Baron Ochs auf Lerchenau übernimmt Günther Groissböck. Michèle Losier und Nadine Sierra geben ihre Rollendebüts als Octavian und als Sophie. Quelle: Staatsoper Berlin

Weitere Details, Interviews, Trailer und Fotos rund um den "Rosenkavalier" auf der Website der Staatsoper Berlin | AnschauTipp: Am 21. März 2020 strahlt 3sat den "Rosenkavalier aus.




Foto: Deutscher Freundeskreis europäischer Jugendorchester e.V.

Royal Oman Symphony Orchestra in Berlin

Das Sultanat Oman, offizielles Partnerland der ITB Berlin 2020, entsendet aus diesem Anlass besondere musikalische Botschafter nach Berlin. Das Oman Symphony Orchestra. Es präsentiert sich am 4. März 2020 im Admiralspalast dem Berliner Publikum.

Unter der Leitung des irischen Dirigenten Robert Houlihan erklingen Werke von Gioachino Rossini, Max Bruch, Ludwig van Beethoven, Franz Lehár und traditionelle omanische Lieder, die eigens für das Konzert für Orchester arrangiert wurden. Als Solist begleitet der junge, international erfolgreiche Violinist David Robin das Orchester. Der Auftritt im traditionellen Gewand und mit Musik des Omans vermittelt ein besonderes Flair.

Weitere Details | Konzertabend im Berliner Admiralspalast






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Erleben - Entdecken - Erforschen

Das Berliner Zentrum Industriekultur (bzi) präsentiert seine neue Website zur Industriekultur Berlin. Zu entdecken gibt es interessante Orte und Meilensteine der industriellen Entwicklung der Stadt: Engagement für die Industriekultur Berlin




Aufgrund der hohen Nachfrage wird die Ausstellung „Zwei deutsche Architekturen 1949 – 1989“ verlängert. Besucher*innen haben jetzt bis zum 12.09.2021 Gelegenheit, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Architektur von Ost und West zu entdecken:




Das Polnische Institut in Berlin vermittelt nicht nur die polnische Kultur in Deutschland, sondern möchte viel mehr auch Interesse und Begeisterung für alle Aspekte des facettenreichen und vielfältigen gesellschaftlichen Lebens im Nachbarland wecken. Dazu zählen Landesgeschichte, Traditionen und das Engagement Polens als verlässliches Mitglied der Europäischen Union. Zum Kulturprogramm ...



Keine Schöpfung ist ohne Risiko – unter dieser Prämisse spielen La Fura dels Baus seit ihren ersten Straßentheaterinszenierungen, die das Wesen der Compagnie geformt haben. Ihre stete Neugier und der Drang, neue künstlerische Entwicklungen zu erforschen, haben in einem gemeinsamen Schöpfungsprozess eine einzigartige Sprache und Ästhetik hervorgebracht, die man heute in so unterschiedlichen Genres wie Oper, Kino und großformatigen Performances wiederfindet.

Freischütz-Livestream auf den Gendarmenmarkt | 18. Juni 2021



Seit 2011 präsentieren sich die Staatlichen Museen zu Berlin bei Google Arts & Culture. Den direktesten Weg zu einer Vielzahl dieser Angebote bietet die Portalseite für die Häuser der Museumsinsel.



Am 27. Dezember 2020 wird der schönste Berliner Kiez im rbb Fernsehen gekürt:

Die schönsten Kieze der Stadt Berlin



Bodo Wartke im September 2020: "Die deutsche Veranstaltungs- und Kulturbranche steht vor dem Kollaps."




Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung fühlen sich viele Ostdeutsche von den überregionalen Medien nicht richtig wiedergegeben. Das hat viel damit zu tun, wer die Medien macht und wem sie gehören.

MEDIEN360G fragt 30 Jahre nach der Deutschen Einheit: Welche Rolle spielen Medien bei der Bewertung Ostdeutschlands? Und wer gibt den Ton an? Mehr dazu ...




Durch die Corona-Pandemie gewinnt das Digitale einmal mehr an Bedeutung für die Produktion von Kunst und den Austausch in internationalen Gemeinschaften. Länderübergreifende Residenzprogramme sind von den notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, insbesondere durch Grenzschließungen und Reiseverbote, besonders betroffen. Die Plattform der Akademie der Künste unterstützt die Programm- und Vernetzungsarbeit der JUNGEN AKADEMIE, um die Dynamik und Diversität der Community zu erhalten, weiter zu fördern und auch Stipendiat*innen, die momentan nicht nach Europa reisen können, beispielsweise über virtuelle Residenzen eine Perspektive zu geben: Junge Akademie der AdK




Die Einzelausstellung des PalaisPopulaire präsentiert/e das weltweit wohl bekannteste künstlerische Duo: Christo und Jeanne-Claude. Ein Künstlerpaar, dem es gelang, die engen Grenzen des Kunstbetriebs zu durchbrechen und eine breite Öffentlichkeit für ihre spektakulären Großprojekte zu interessieren: Christo and Jeanne-Claude: Projects 1963–2020






Das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin widmet sich dem Lebenswerk der weltbekannten Künstlerin, die gegen Krieg und soziale Ungerechtigkeit einzigartige Kunstwerke schuf. Gezeigt werden bekannte und weniger bekannte Kunstwerke der Künstlerin in Zeichnung, Grafik und Plastik.

Kollwitz - Ein Leben in Leidenschaft || Trailer zum DEFA-Film "Käthe Kollwitz - Bilder eines Lebens"



Draußen spielt die Musik | Verbindung von Pandemieeindämmung und kulturellem Leben in Berlin: Pressemitteilung | 9. Juni 2020



Wir spielen für Sie – live aus dem Konzerthaus Berlin mit Lang Lang, Daniel Hope, Max Raabe, Olga Peretyatko, Avi Avital sowie Sayako Kusaka | Mittwoch, den 18.03.2020 um 19.00 Uhr im Livestream bei rbb Kultur sowie auf der Website des Konzerthaus Berlin | #konzertZUhaus – Unser Online




Nach den Veranstaltungsabsagen in Berlin will der RBB auf anderem Weg mehr Kultur zu den Menschen bringen. Den Anfang macht/e eine „Carmen“ -Inszenierung. Ein Beitrag von Kurt Sagatz: Mit "Carmen“ gegen das Coronavirus |




Im Berliner Tiergartenviertel lebten von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Künstler, Kunstsammler, Bankiers, Politiker und Journalisten, die sich in den zahlreichen Salons des Viertels trafen. Schon seit den 1930er Jahren verschwanden Teile des sogenannten „Geheimratsviertels“ für die von Albert Speer geplante „Welthauptstadt Germania“. Wenig später wurden im Zweiten Weltkrieg große Teile des Viertels zerstört.

Eine literarische Rekonstruktion des alten Tiergartenviertels in drei Akten vom Freundeskreis der Stiftung St. Matthäus: Programmheft als PDF




Kulturprojekte Berlin

startete am 28. Januar mit der 33. Ausgabe der transmediale in das veranstaltungsreiche Jahr 2020. Auch wenn dieses Jahr von Kunstprojekten geprägt sein wird, steht 2020 ein wichtiger Gedenktag im Fokus: 75 Jahre Kriegsende.

Für den Spätsommer und Herbst 2020 dürfen sich die Berliner*innen und Gäste aus aller Welt auf eine weitere Lange Nacht der Museen als auch auf die Art Week freuen.

Für Herbst ist die Eröffnung der Berlin Ausstellung im Humboldt Forum geplant, die sich auf 4.000 Quadratmetern dem Beziehungsgeflecht zwischen Berlin und der Welt widmen wird.